Der chinesische Außenminister Wang Yi hat am Montag auf Wunsch des französischen Außenministers Jean-Noël Barrot ein Telefongespräch über die bilateralen Beziehungen und internationale Themen geführt.
Wang erklärte dabei, angesichts der unbeständigen internationalen Lage sollten China und Frankreich als ständige Mitglieder des UN-Sicherheitsrates die strategische Kommunikation verstärken sowie Risiken und Herausforderungen gemeinsam angehen.
China unterstütze Frankreich aktiv bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben als rotierender Vorsitzender des UN-Sicherheitsrates in diesem Monat und sehe den Bemühungen Frankreichs positiv entgegen, sicherzustellen, dass der Rat seine gebührende Rolle spiele.
Das Ein-China-Prinzip sei die politische Grundlage der umfassenden strategischen Partnerschaft zwischen China und Frankreich, so Wang weiter. Er hoffe, dass die französische Seite das Ein-China-Prinzip durch konkrete Maßnahmen aufrechterhalte, von jeglicher Form offizieller Kontakte mit Taiwan Abstand nehme und keine falschen Signale an die Kräfte sende, die eine „Unabhängigkeit Taiwans“ anstrebten.
Wang Yi ging außerdem auf die Beziehungen zwischen China und der EU ein und sagte, China und die Europäische Union sollten an ihrer Partnerschaft festhalten, eine für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit und Win-Win-Situationen anstreben, gegenseitige Offenheit wahren, aktuelle Wirtschafts- und Handelskonflikte durch einen konstruktiven Dialog angemessen lösen sowie eine Eskalation der Konfrontation vermeiden.
Mit dem Hinweis darauf, dass China einer der größten Märkte der Welt sei und seine Entwicklung für die EU eher eine Chance als eine Herausforderung darstelle, äußerte der chinesische Außenminister die Hoffnung, dass Frankreich als bedeutendes Land mit strategischer Weitsicht einen pragmatischen und rationalen Ansatz verfolge, um die EU zu ermutigen, Chinas Entwicklung genauer einzuschätzen sowie eine positive Rolle bei der Förderung der Stabilität der Beziehungen zwischen China und der EU zu spielen.

