Der chinesische Außenminister Wang Yi hat sich am Mittwoch in Manila mit seinem indischen Amtskollegen Subrahmanyam Jaishankar getroffen.
Wang Yi, der zugleich Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas ist, erklärte, Staatspräsident Xi Jinping habe sich in den vergangenen zwei Jahren jeweils in Busan und Tianjin mit dem indischen Premierminister Narendra Modi getroffen. Beide Staats- und Regierungschefs seien sich einig, dass China und Indien Partner der Zusammenarbeit und keine Konkurrenten seien.
Beide Länder böten einander Entwicklungschancen und stellten keine Bedrohung füreinander dar. Die chinesisch-indischen Beziehungen seien damit wieder auf den richtigen Kurs der Verbesserung und Weiterentwicklung gebracht worden.
Dank der gemeinsamen Bemühungen beider Seiten seien die institutionellen Kontakte schrittweise wieder aufgenommen worden. Frieden und Stabilität im Grenzgebiet würden aufrechterhalten, und auch das bilaterale Handelsvolumen habe einen neuen Höchststand erreicht. Diese Erfolge seien hart erarbeitet worden und sollten daher besonders geschätzt werden.
Subrahmanyam Jaishankar erklärte, Indien sei bereit, gemeinsam mit China den Konsens der Spitzenpolitiker beider Länder umzusetzen, die hochrangigen Kontakte auszubauen und die bilateralen Dialogmechanismen umfassend zu nutzen, um die pragmatische Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Handel und Kultur voranzubringen.
Zugleich sollten Frieden und Stabilität im Grenzgebiet gewahrt sowie Meinungsverschiedenheiten angemessen behandelt werden, um die kontinuierliche Verbesserung und Weiterentwicklung der bilateralen Beziehungen zu fördern.
Am selben Tag traf Wang Yi in Manila zudem mit seinen Amtskollegen aus Bangladesch, Brunei, Vietnam, Brasilien und Papua-Neuguinea zusammen.

