Gespräch mit Gwendolin Walter-Kirchhoff (Yi Jing und chinesische Philosophie)

Im Gespräch mit der in Berlin lebenden freien Philosophin Gwendolin Walter-Kirchhoff geht es um den Vergleich westlicher und östlicher Philosophie. Im Mittelpunkt steht das Buch der Wandlungen (Yi Jing), ein uralter Klassiker und eines der Kernstücke der chinesischen Kultur. Walter-Kirchhoff erklärt, dass es in diesem Werk um den „Prozess der Fortbildung aus Grundprinzipien“ geht. Diese wurden von dem mythischen Kaiser Fuxi geschaffen und von Konfuzius bearbeitet und kommentiert. Walter-Kirchhoff zufolge diente das Yi Jing ursprünglich der Beratung der Edlen und Fürsten für ein gutes Handeln in der Welt. Es hat auch den deutschen Dichter Friedrich Schiller und seine Idee der Charakterveredelung beeinflusst. Besonders betont sie die Einmaligkeit der Übersetzung durch den deutschen Missionar und Gelehrten Richard Wilhelm.